Als im Jahre 1860 die Freiwillige Feuerwehr Bamberg gegründet wurde, gab es in den einzelnen Stadtdistrikten bereits Räume zur Aufbewahrung von Feuerlösch- und Rettungsgeräten. Diese befanden sich im Gebiet der späteren Löschgruppe 7 wohl u. a. in der Kleebaumsgasse bzw. in der Kaulbergschule, die mit der Kleebaumsgasse in direkter Verbindung stand, sowie nachweislich in der Lehrerbildungsanstalt in der Dr.-Remeis-Straße am Stephansberg – der heutigen Sternwartstraße. Auch in der während dieser Zeit profan genutzten Karmelitenkirche – sie diente als städtisches Lager – waren im Jahr 1860 nachweislich Feuerspritzen eingestellt. Die Geräte wurden zu diesem Zeitpunkt noch von den Angehörigen der Bamberger Handwerksstände bedient. Die heutige Löschgruppe 7 wurde am 22. August 1872 aus Männern des III. Distriktes als 4. Rotte neu gebildet, kurz darauf allerdings der 3. Rotte einverleibt.

Am 02. Juni 1872 fand in den Räumen der Villa Concordia, dem im III. Distrikt liegenden Stadtpalais des Johann Ignatz Tobias Böttinger, die Konferenz anlässlich des 3. Bayerischen Feuerwehrtages statt. Über die Ausrüstung zu dieser Zeit kann keine Aussage gemacht werden.
Zum 25-jährigen Jubiläum der Gesamtwehr sprach man vom „Corps mit der 3. Rotte im III. Distrikt“, später erfolgte die Umbenennung in „4. Rotte Druckmannschaft“.

Anekdote: Im Jahr 1923, am Montagvormittag der „Laurenzikerwa“ – es fand gerade der Festgottesdienst in der Laurenzikapelle statt – brach im Anwesen Oberen Kaulberg 11 beim „Krapfenbacken“ ein Feuer aus, dem der Dachstuhl zum Opfer fiel. Augenzeugen berichteten über den Einsatz der Dampfspritze bei dem Brand. Der Pfarrer, der gerade den Festgottesdienst abhielt, sah sich genötigt, die abgelenkten Kirchenbesucher einzusperren; Schaulustige und Neugierige gab es auch damals schon.

1924 im Rahmen der Neueinteilung und Umorganisierung der Freiwilligen Feuerwehr wurde aus der 4. Rotte die 3. Kompanie mit dem Kompanie-Führer Heinrich Munker und dem Kompanie-Adjutant Georg Motschenbacher. Die Hallen der 3. Kompanie befanden sich zu diesem Zeitpunkt wohl nach wie vor in der Lehrerbildungsanstalt in der Dr.-Remeis-Straße und der Kleebaumsgasse / Kaulbergschule. Eine Reservehalle war im Anwesen Würzburger Straße 9, im dortigen Pferdestall eingerichtet.
1935 wird bei der Distrikt-Kompanie, wie auch bei den übrigen Kompanien im Stadtgebiet, als Mindestausstattung folgende Ausrüstung vorgehalten:

    • eine fahrbare Distriktleiter
    • eine Handpumpe
    • zwei Schlauchwägen
    • ein Sprungtuch
    • Tragbahren
    • Frischluftgeräte
    • Hydrantenaufsätze
    • Strahlrohre

Was während des 3. Reiches bei der Eingliederung der Feuerwehr in die Ortspolizeibehörde mit den Einheiten des III. Distrikts geschah ist nicht überliefert.

Nach dem Krieg erfolgte im Zuge der Neugründung der Feuerwehr Bamberg die Umbenennung der Einheit in Löschgruppe 7 – Kaulberg. Über die Halle in der Lehrerbildungsanstalt schweigen die Quellen nach dem Krieg: Eine Distrikthanddruckspritze, die dort wohl noch stationiert war, fiel aber ‐ nach Aussage von Zeitzeugen ‐ einem Schülerstreich zum Opfer.
Im Jahre 1949 wurde die zwischenzeitlich ausgebaute Feuerhalle in der Kaulbergschule in den Dienst genommen. Bestrebungen, in den Fünfzigerjahren eine neue Halle mit fünf Stellplätzen im Bereich der Würzburger Straße zu bauen, wurden nach einiger Zeit wieder aufgegeben. Die zugehörigen Entwurfspläne hängen jedoch noch heute im Eingangsbereich der Feuerhalle am Kaulberg.
Im Jahre 1950 war die Löschgruppe 7 – Kaulberg, zusammen mit der Löschgruppe 6 – Dom, für die Zone III, die das Gebiet linksseitig des linken Regnitz-Armes umfasste, zuständig. Der damalige Zonenbrandmeister war Andreas Brehm von der Löschgruppe 6. Die Löschgruppe 7 wurde zu diesem Zeitpunkt von Oberlöschmeister Heinrich Munker und seinen Stellvertreter Löschmeister Georg Schneider geführt.

Nach dem 2. Weltkrieg gelangte das erste Fahrzeug in den Besitz der Löschgruppe 7: Ein LKW mit Plane und Spriegel, der nach kurzer Zeit durch ein SLG LF 15 von der Klöckner-Deutzer A. G. aus Ulm mit einer FLP 1500 1/min von Magirus ersetzt wurde. Zum 100-Jährigen Jubiläum der Gesamtwehr, das 1960 gefeiert wurde, bestand die Löschgruppenführung aus dem Oberlöschmeister Hans Motschenbacher und seinem Stellvertreter Georg Schneider, dem später Georg Schmidt folgte.
Im Jahre 1966 erhielt die LG 7 aus Katastrophenschutzbeständen ein zusätzliches Fahrzeug: ein TLF 8/8 Unimog, das in einer Feldscheune an der Buger Straße eingestellt wurde.
1975 übernahm Johann Motschenbacher von seinen Vater die Löschgruppenführung. Das Amt des stellvertretenden Löschgruppenführers hatte bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 1980 Martin Zettner inne. 1980 trat Martin Lendner seine Nachfolge an.

Ein dauerhafter Unterrichtsraum für die Löschgruppe wurde von Johann Motschenbacher im Jahr 1976 im Keller der Valentin-Rathgeber-Straße eingerichtet – die Ausbildungsveranstaltungen wurden zuvor in diversen Gastwirtschaften am Kaulberg durchgeführt; die Situation war nicht mehr tragbar.
1978 fiel das SLG LF 15 durch einen Motorschaden aus. Es wurde durch ein baugleiches Fahrzeug der LG 3 ersetzt, das noch bis zum 25. Mai 1981 im Dienst stand. Im Jahr 1979 wurde schließlich das TLF8/8 von der Feldscheune an der Buger Straße in eine Scheune hinter der Aral-Tankstelle am Laurenziplatz umgesetzt; die Feldscheune fiel dem Straßenbau zum Opfer.
Ein LF 8 FM130D7A von Magirus-Deutz aus Ulm konnte im Mai 1981 mit einem großen Fest, das im Pfarrheim der Oberen Pfarre begangen wurde, in Dienst gestellt werden. Für das neue Fahrzeug musste damals allerdings das Hallentor der Feuerhalle in der Kaulbergschule erhöht werden.
Zur 125-Jahrfeier der Gesamtwehr bestand die Löschgruppenführung aus dem Oberlöschmeister Johann Motschenbacher und seinem Stellvertreter Martin Lendner.

Im Herbst 1984 konnte die Löschgruppe 7 in eine zweckmäßige neue Gerätehalle mit zwei Toren und nun integriertem Unterrichtsraum am Paradiesweg umziehen. Dort befindet sich auch heute noch der Standort.
Im Jahre 2009, zum 25-jährigen Hallenjubiläum, besteht die Löschgruppenführung aus OBM Johann Motschenbacher, OLM Gerhard Metzner und OFM Andreas Walter.
Zum 140-Jährigen Jubiläum der Kaulberger Feuerwehr wir die Gruppe von HLM Herbert Stöcklein mit seinen Vertretern Christian Metzner und Gerhard Metzner geführt.
Derzeit leisten in der Löschgruppe 7 – Kaulberg 31 Kameraden aktiv Dienst. Darüber hinaus besteht die Löschgruppe aus 2 Ehrenmitgliedern, 17 inaktiven Kameraden, 4 fördernden Mitgliedern, und vier Mitgliedern der Jugendgruppe.
An Fahrzeugen steht in der Feuerhalle ein LF16/12 IVECO Magirus Baujahr 1995. mit Hilfeleistungssatz und Lüfter. sowie ein LF 16 Ts Magirus Deutz Baujahr 1965.
Im zurückliegenden Jahr 2012 wurde die LG 7 Kaulberg zu 37 Einsätze alarmiert.

Die aktive Mannschaft trifft sich zu den 14-tägigen Ausbildungen jeweils montags und freitags. Die regelmäßige Teilnahme an den Leistungsprüfungen (Wasser und Technische Hilfeleistung) ist selbstverständlich. Darüber hinaus finden turnusmäßige Begehungen besonderer Einrichtungen im Einzugsbereich der Löschgruppe (z. B. Klinikum, BRK-Seniorenzentrum Mühlenviertel u. v. m.) statt. So kann die notwendige Objektkunde für den Ernstfall gewährleistet werden. Seit einem Jahr sind wir der Sondereinheit Strahlenschutz zugeteilt was ein mehr an zusätzlicher Ausbildungseinheiten nach sich zieht.
Sehr großen Wert legt die Löschgruppe 7 auf die Pflege des Kameradschaftsgeistes unter Einbeziehung der Familienangehörigen: Aktiven- und Familienwanderung, Sommergrillfest, Damenkränzchen und Weihnachtsfeier sind nur einige der regelmäßigen, jährlichen Veranstaltungen. Auch die beiden großen Prozessionen der Oberen Pfarre (Urbani- und Marienprozession) zählen zu den festen Terminen im Jahreskalender. Dabei stellen die „Kaulberger Löschmänner“ jeweils auch einige der Urbani- bzw. Mutter-Gottes-Träger. Auch das Aufstellen des Kirchweihbaumes in St. Urban und zur Laurenzikerwa ist fest im Terminkalender eingeplant.

Mit Brandmeister Dr. Wolfgang Pfeuffer, dem 1. Vorsitzenden und Oberbrandmeister i. R. Johann Motschenbacher (Zeugmeister), mit Dieter und Michael Buchhauser, Christian Marschalt, Heiko Zellner für den Brandübungscontainer und Herbert Gessner, Michael Buchhauser in der UGÖEL, engagiert sich die Löschgruppe 7 auch auf der Ebene der Gesamtwehr.
Im Januar 2014 wurde unser 7/41/1 ein LF 16 TS Magirus Baujahr 1966 ausgesondert. Somit ist das Zeitalter der Magirus Eckhauber in Bamberg nur noch Geschichte. Als Ersatz bekamen wir einen MKW Magirus Baujahr 1988 vom ehemaligen Technischen Zug mit dem Funkrufnamen 7/66/1. Zeitgleich wurde der Lichtmastanhänger kurz LIMA und eine Wärmebildkamera der Kaulberger Wehr zugeteilt.

Stand Mai 2014
Herbert Stöcklein