Im Jahr 1934 wurde in der Bamberger Hofbräu AG ein Raum für den Feuerschutz, bestückt mit einer Leiter im Handzug, einer Saug- und Druckspritze und einem Bauhandwerkerwagen zur Verfügung gestellt, um den Brandschutz östlich der Bahnlinie zu gewährleisten.
Wie in einem Zeitungsbericht vom 12. November 1936 nachzulesen, wurde in diesem Jahr eine Neueinteilung der Bamberger Feuerwehr vorgenommen und die Gründung des Halblöschzuges 7 – zuständig für das Gebiet östlich der Bahnlinie – beschlossen. Führer wurde der Brandmeister Otto Thomas. Die Mannschaft rekrutierte sich aus den alten Kompanien 2 und 6.
Bereits im Jahr 1938 erhielt man die Genehmigung zum Bau einer eigenen Gerätehalle für die Feuerlöschpolizei. Noch im gleichen Jahr begann man mit der Umsetzung des Bauvorhabens und richtete eine Gerätehalle mit Luftschutzbunker neben der Rupprecht-Schule ein. Im April 1939 erfolgte die Fertig-stellung der Gerätehalle mit Luftschutzbunker in Bamberg Ost und die Unterstellung des Löschautos 1.

Im Februar 1940 erfolgte schließlich die Umbenennung des Halblöschzuges 7 in Löschgruppe 1.
Die Einsätze während der Kriegsjahre können heute nicht mehr nachvollzogen werden.

Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges – im Februar 1945 – wurde bei einem Bombenangriff auch die Gerätehalle stark beschädigt, sodass die Lösch-gruppe 1 bei Kriegsende im April 1945 provisorisch im Wald nahe der Regnitztaler Alm stationiert und von dort aus zur Brandbekämpfung im Stadtgebiet eingesetzt wurde.

Nach Ende des Krieges wurde im Januar 1946 mit 15 Kameraden die Löschgruppe 1 neu gegründet und Nikolaus Götz mit der Führung beauftragt. Zwei Jahre später richtete man den Luftschutzbunker unter der Gerätehalle notdürftig als Unterrichtsraum her.
Im Januar 1962 übernahm Georg Gutzler die Löschgruppe 1, ihm folgte im Jahr 1965 Otto Fleischmann.
Unter seiner Führung wurde 1966 der Unterrichtsraum im ehemaligen Bunker umfassend erneuert und renoviert. Es erfolgten der Einbau von Wand- und Deckenverkleidungen und die Neugestaltung der Teeküche. Außerdem wurde eine Entlüftung installiert.
Im März 1973 übernahm Karlheinz Sackerlotzky die Führung der Löschgruppe. Unter seiner Leitung konnte schließlich 1980 eine über mehrere Jahre geplante Erweiterung der alten Gerätehalle von zwei auf fünf Stellplätze in Dienst genommen werden. Im Zuge dessen erfolgte auch der Einbau einer modernen Heizung und eines Aufbewahrungsraumes für Getränke.
1985 übernahm Hans Bomba die Führung, ihm folgte 2005 Ewald Pfänder, der derzeitige Gruppenführer der Löschgruppe 1.
In den folgenden Jahren wurden die Gerätehalle und der Unterrichtsraum immer wieder umgebaut und renoviert. Besonders hervorzuheben sind der Einbau einer breiten Treppe zum Dachboden, der Einbau einer neuen Küche, die Erneuerung der Hallentore und der Einbau einer Abgas-Absauganlage für alle Einsatzfahrzeuge, sowie die Erneuerung der elektrischen Anlagen.

Seit den Aufzeichnungen von 1946 bis Ende 2008 sind von der Löschgruppe 1 insgesamt 810 Brandeinsätze und Verkehrsunfälle, sowie 60 Einsätze der technischen Hilfe gefahren worden. Weiterhin wurden 110 Alarmübungen ohne vorherige Ankündigung gefahren.

Außerdem bestehen kameradschaftliche Verbindungen mit der Feuerwehr Villach in Kärnten und außerdem mit den Feuerwehren Salzgitter Lebenstedt, Hamburg / Lohbrügge, Forchheim und Malborghetto / Ugovizza in Italien.

Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme der Löschgruppe 1 an den Deutschen Feuerwehrtagen in Bad Godesberg, Münster und Hannover.